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So geht's:

Die Papierherstellung –

Papier (Karton oder Pappe) ist ein flächiger, im wesentlichen aus Fasern, meist pflanzlicher Herkunft bestehender Werkstoff, der durch Entwässerung einer Faserstoffaufschwemmung auf einem Sieb (oder zwischen zwei Sieben) gebildet wird. Dabei entsteht ein Faservlies, das anschliessend verdichtet und getrocknet wird.

 

Oberflächen / Papier

Bei der Vielzahl von Papiersorten und Herstellungsverfahren ist zu erwarten, das die Materialien in ihren Eigenschaften (Opazität, Haptik, Flächengewicht) Abweichungen untereinander zulassen.

Bei der Wirkung von Farben ist das Papier nicht zu unterschätzen. Ein Hochglanzprospekt wäre nicht auf Zeitungspapier produzierbar, ebensowenig würde man nie ein farbintensives Bild auf Zeitungspapier drucken, da Zeitungspapier eine starke Saugfähigkeit hat und somit schnell zum Überlaufen der Farben neigt. Der Weisspunkt (weisseste Stellen im Bild) eines Papiers ist der Wahrnehmung des Betrachters unterwerfen und variiert je nach Umgebungslicht stark (Metamerie). So nimmt das Auge z.B. die Wolken in einem Bild bei der Zeitung „Financial Times“ immer als weiss wahr, obwohl das Papier auf dem das Bild gedruckt wurde eine Eigenfarbe (lachsfarben) besitzt. Hierbei setzt das Auge die Umgebung des Bildes in den Kontext und analysiert, dass dieser Bereich (die Wolke) eigentlich weiss sein müsste und übermittelt dem Gehirn den Farbreiz für die Farbe Weiss.

Beim Druckprozess findet die Farbmischung über eine Aufrasterung der Primärfarben Cyan, Magenta, Yellow und der Schlüsselfarbe Schwarz (Key) der subtraktiven Farbmischung (sog. Prozessfarben CMYK) statt. Das Bild wird rechnerisch in diese vier Farben zerlegt. Jede Farbe wird hintereinander in verschiedenen Rasterwinkeln auf das Papier gedruckt, wodurch kleine für das Auge nicht sichtbare kreisförmige Punkte (Rasterpunkte) entstehen. Das Auge mischt diese Anhäufung von kleinen Punkten und nimmt diese als einen Farbton wahr. Die real existierenden Lichtwellen werden von der Farbe entweder remittiert (reflektiert) oder absorbiert. Die remittierenden Wellen würden bei voller Reflektion weiss ergeben wo hingegen eine komplette Absorption der Lichtwellen die Oberfläche schwarz erscheinen liesse.

Das bedeutet, dass selbst eine so feine Oberfläche wie Papier unterschiedliche Remissions und Absorptionseigenschaften hat und farblich immer unterschiedlich erscheint. Die Farbe Schwarz spielt im Druckprozess eine wichtige Rolle - so ist ein tiefes Schwarz im Zeitungsdruck bestenfalls ein dunkles Grau, nicht aber wie im Bilderdruck ein sattes Schwarz.

Das menschliche Gehirn stellt sich auf diese Situation ein und nimmt dunkle Bildstellen in einer Zeitung als schwarz wahr.

Die Wahrnehmung
Das menschliche Auge unterscheidet Farbe auf zwei verschiedene Arten, ein Teil des Auges hat sich auf das Farbsehen spezialisiert, ein anderer nicht unwichtiger Teil auf die Helligkeitsunterschiede. Beispiel: Ein Zeuge gibt zu Protokoll in der fraglichen Nacht eine Gestalt mit roter Mütze gesehen zu haben Diese Aussage stimmt nicht, da nachts kein Farbsehen stattfindet, sondern die lichtempfindlichen Stäbchen (Stäbchen=Organ im Auge) nur zwischen Hell und Dunkel unterscheiden können. Dieses Beispiel zeigt, dass viele verschiedene Faktoren entscheidend sind, wie eine Farbe wahrgenommen wird. Wird das Auge nun von diesen Lichtwellen gereizt, sendet es die Information zum Gehirn in dem der hauptsächliche Teil der visuellen Reize verarbeitet und auf die unterschiedlichen Situationen wie Weisspunkt und Schwarzaufbau reagiert wird.

Konstante Bedingungen
Die vielen unterschiedlichen Faktoren, die entscheidend für die Wahrnehmung und Beurteilung von Farben sind, benötigen konstante Bedingungen. Die CIE hat im Rahmen aufwändiger Versuchsreihen herausgestellt, dass Menschen zumindest unter gleichen Bedingungen ähnlich auf Farbreize reagieren.
In einem Labor wurde unter konstanten Lichtverhältnissen (D65) und einem Winkel von 45 Grad eine Fläche mit einem fest definierten Spektralfarbton (Farbton im sichtbarem Bereich) farbig angestrahlt.

Ein Beobachter wird gebeten auf einem naheliegenden Bereich mit Hilfe der drei Primärfarben den abgebildeten Farbton nach eigener Empfindung mit einem Blickwinkel von zwei Grad zusammenzumischen. Die drei Primärfarben (Rot, Grün, Blau) in Gestalt von Lichtquellen sollte der Beobachter solange nachregeln, bis er die beiden Farben als gleich wahrnahm. Ein Farbraum, der den sichtbaren Bereich umfasst, wurde festgelegt; der CIELAB, der in der grafischen Industrie überwiegend verwendet wird.



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